Hier finden Sie kurze Antworten auf die Fragen, die vor und nach dem Kauf eines Gasgrills am häufigsten gestellt werden – vom Druckminderer bis zum Grillrost, sortiert nach Themenbereich.
Für zwei bis vier Personen reichen zwei bis drei Brenner. Ab zwei getrennt regelbaren Brennern lässt sich die Grillfläche in Zonen teilen — das ist die Voraussetzung für indirektes Grillen; drei bis vier Brenner machen die Zonen bequemer einteilbar. Entscheidend ist also weniger die Gesamtleistung als die Frage, ob Sie einzelne Brenner abschalten können. Die Geräte im Vergleich reichen von einem Brenner bis zu fünf Hauptbrennern mit zusätzlicher Sear-Zone.
Hersteller geben die Kapazität meist in Personen oder in Burgern an. Als grobe, bewusst zurückhaltende Orientierung: Rund 2.000 cm² reichen üblicherweise für zwei bis fünf Personen, ab etwa 3.000 cm² für große Runden. Manche Hersteller rechnen den Warmhalterost in diese Fläche ein, andere nicht — er hält ohnehin nur warm und gart nicht, für den Vergleich zweier Geräte zählen Sie ihn am besten nicht mit. Einzelne Produktseiten in diesem Vergleich nennen nach Hersteller- oder Rezensionsangabe deutlich höhere Personenzahlen für ihr Gerät — das sind großzügigere Angaben zum Fassungsvermögen insgesamt, keine Korrektur dieser Einordnung. Die nutzbare Fläche steht, wo der Hersteller sie angibt, in den Produktdaten; bei einzelnen Kompaktgrills im Vergleich fehlt sie im Datenblatt vollständig.
Den Preis treiben vor allem drei Dinge: die Bauform, die Zahl der Brenner und das Material an Deckel, Brennkammer und Rost. Ein Tischgrill aus Aluminiumdruckguss liegt deutlich unter einem Grillwagen aus Edelstahl mit Seitenbrenner. Welche Spanne dieser Vergleich abdeckt, zeigt der Preisregler auf der Vergleichsseite — dort stellen Sie Ihre eigene Grenze direkt ein.
Ein Gasgrill ist in rund zehn Minuten auf Temperatur, lässt sich stufenlos regeln und raucht kaum — auf dem Balkon und in enger Nachbarschaft ist das oft das Entscheidende. Ein Holzkohlegrill kostet weniger und liefert das Raucharoma, das viele gerade suchen. Wer häufig und spontan grillt, fährt mit Gas meist besser; wer selten und mit Zeit grillt, mit Kohle.
Grillwagen brauchen einen festen Stellplatz, bieten dafür die größte Fläche und Stauraum für die Gasflasche. Tischgrills stellen Sie auf eine stabile Ablage — auf dem Balkon ist das die naheliegende Wahl. Standgrills bringen ihr eigenes Untergestell mit, Kompaktgrills klappen zusammen und passen in den Kofferraum. Auf der Vergleichsseite filtern Sie direkt nach Bauform.
In Deutschland arbeiten Gasgrills mit Propan aus der Flasche und einem Druckminderer für 50 mbar. Der Druckminderer gehört zum Grill, nicht zur Flasche — ein Gerät aus einem anderen Land kann einen anderen Druck verlangen. Prüfen Sie die Angabe in der Anleitung Ihres Geräts, bevor Sie kaufen. Bei einzelnen Geräten im Vergleich liegen Schlauch und Druckminderer ausdrücklich nicht bei.
Das lässt sich überschlagen: Propan liefert rund 12,8 kWh je Kilogramm. Ein Brenner mit 3,5 kW verbraucht damit gut 270 g in der Stunde, eine 11-kg-Flasche trägt also rund 40 Brennerstunden. Laufen drei Brenner gleichzeitig auf voller Stufe, sind es entsprechend rund 13 Stunden Grillzeit. In der Praxis liegt der Verbrauch niedriger, weil selten alle Brenner voll aufgedreht sind.
Gasschläuche altern auch ungenutzt: Sie werden hart, spröde und rissig. Das Herstellungsdatum steht auf dem Schlauch selbst, den empfohlenen Tauschzeitraum nennt die Anleitung Ihres Geräts. Prüfen Sie den Schlauch vor jeder Saison auf Risse, Verhärtungen und Scheuerstellen und tauschen Sie ihn im Zweifel, statt zu warten.
Mit Seifenwasser, nie mit einer Flamme. Öffnen Sie das Flaschenventil bei geschlossenen Brennerventilen und pinseln Sie die Verbindungen zwischen Flasche, Druckminderer, Schlauch und Grill ein. Bilden sich Blasen, ist die Stelle undicht: Ventil schließen, Verbindung nachziehen oder das Teil ersetzen. Die Prüfung gehört nach jedem Flaschenwechsel und vor dem ersten Grillen im Frühjahr dazu.
Eine Zündsicherung ist ein thermoelektrisches Ventil am Brenner. Erlischt die Flamme, kühlt der Fühler aus und das Ventil schließt die Gaszufuhr, statt weiter Gas ausströmen zu lassen. Nicht jeder Gasgrill hat eine, und keine der ausgewerteten Produktbeschreibungen im Vergleich weist sie aus — im Zweifel steht es in der Anleitung des Geräts.
Die Flasche ist die Regel bei Grillwagen und Standgeräten: viel Gas, niedriger Preis je Kilogramm, dafür Gewicht und Flaschentausch. Kartuschen sind leicht und sofort einsatzbereit, halten aber nur kurz und kosten je Grillstunde mehr. Einige Tischgrills im Vergleich lassen sich mit beidem betreiben — dafür sind laut Herstellerangaben und Rezensionen zusätzlich Adapter, Schlauch oder Druckminderer nötig, die nicht immer beiliegen. Die Kompaktgrills im Vergleich sind dagegen jeweils auf eine bestimmte Kartuschenart festgelegt.
Eine bundesweit gültige Antwort gibt es nicht. Maßgeblich sind Ihr Mietvertrag und die Hausordnung, dazu die Landesbauordnung Ihres Bundeslands und in Eigentumsanlagen die Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft. Steht dort ein Verbot, gilt es; steht nichts, ist Grillen in der Regel zulässig, solange Nachbarn nicht erheblich belästigt werden. Fragen Sie im Zweifel vorher beim Vermieter oder der Verwaltung nach.
Im Freien, aufrecht und vor direkter Sonne geschützt. Keller und Räume unter Erdgleiche sind ungeeignet, weil Propan schwerer als Luft ist und sich am Boden sammelt. Viele Grillwagen haben einen Unterschrank für die Flasche; welche Flaschengröße hineinpasst, steht in der Anleitung. Für die Aufstellung in und an Gebäuden gelten je nach Bundesland eigene Regeln.
Rechnen Sie zur Stellfläche des Geräts den Abstand zur Wand und den Raum zum Öffnen des Deckels hinzu. Die Grillwagen im Vergleich sind zwischen 1,2 und gut 1,5 Metern breit, mit ausgeklappten Seitentischen deutlich mehr; Tischgrills brauchen eine stabile, hitzefeste Ablage. Die genauen Maße stehen, soweit der Hersteller sie eindeutig nennt, in den Produktdaten; bei einzelnen Geräten im Vergleich fehlt diese Angabe im Datenblatt oder widerspricht sich zwischen Bulletpoint und Datenblatt. Den Mindestabstand zu Wänden und Brennbarem nennt die Anleitung des Herstellers.
Grillwagen stehen auf Rollen, von denen sich oft eine feststellen lässt — umstellen geht damit, tragen nicht: Die größeren Geräte im Vergleich wiegen über 50 kg. Kompaktgrills sind auf Transport ausgelegt, klappen zusammen und wiegen einen Bruchteil davon. Trennen Sie den Grill vor dem Umstellen von der Gasflasche, statt sie mitzuziehen.
Beim indirekten Grillen brennt nur ein Teil der Brenner, und das Grillgut liegt über den ausgeschalteten. Bei geschlossenem Deckel wirkt der Grill dann wie ein Umluftofen: Braten, Geflügel und Brot garen durch, ohne außen zu verbrennen. Dafür brauchen Sie mindestens zwei getrennt regelbare Brenner — bei Einbrennergeräten bleibt nur eine Hitzezone.
Ja, mit einer Räucherbox: Sie liegt über einem Brenner, die Späne darin glimmen und geben Rauch ab. Voraussetzung sind ein geschlossener Deckel und ein Gerät, das sich niedrig regeln lässt. Das Ergebnis bleibt milder als beim Holzkohlegrill — das Gas selbst steuert kein Aroma bei.
Üblich sind rund zehn Minuten bei geschlossenem Deckel und voller Leistung. Geräte mit gusseisernen Rosten brauchen etwas länger, halten die Hitze dafür besser, sobald das Grillgut aufliegt. Ob die Temperatur erreicht ist, zeigt das Deckelthermometer — die meisten Geräte im Vergleich haben eines.
Eine Sear-Zone ist ein zusätzlicher, besonders heißer Bereich zum scharfen Anbraten, häufig als Infrarotbrenner ausgeführt. Sie erreicht deutlich höhere Temperaturen als die Hauptbrenner und ist für Steaks gedacht, nicht für die gesamte Garzeit. Im Vergleich haben nur die größeren Grillwagen eine solche Zone; die Hersteller nennen sie auch Turbo Zone oder Primezone.
Gusseisen speichert Wärme und hinterlässt deutliche Grillstreifen, verlangt aber Pflege und setzt Rost an, wenn es nass stehen bleibt. Emailliertes Gusseisen verbindet beides: Speichermasse mit einer Schutzschicht, die nicht verletzt werden darf. Edelstahl ist leichter und pflegeleichter, gibt die Hitze aber schneller ab. Die meisten Geräte im Vergleich setzen auf emailliertes Gusseisen.
Am einfachsten direkt nach dem Grillen: Deckel schließen, Brenner einige Minuten voll aufdrehen, Rückstände verkohlen lassen und dann abbürsten. Bei emaillierten Rosten keine harte Stahlbürste verwenden — die Emailleschicht ist der Rostschutz. Die Fettauffangschale gehört regelmäßig geleert; bei vielen Geräten im Vergleich lässt sie sich dafür abnehmen.
Ja, wenn er sauber, trocken und abgedeckt steht. Das Problem ist selten der Frost, sondern die Feuchtigkeit: Eine Haube ohne Luftzug hält das Wasser fest und begünstigt genau den Rost, den sie verhindern soll. Reinigen Sie den Grill vor dem Winter und nehmen Sie die Gasflasche ab. Eine Rezension zu einem Gerät im Vergleich berichtet nach zwei Jahren auf einer halb überdachten Terrasse von einem Gehäuse ohne Rostspuren.
An drei Dingen, die sich vor dem Kauf prüfen lassen: Blechstärke und Passgenauigkeit, das Material an Deckel, Brennkammer und Rost — und wie lange der Hersteller Ersatzteile liefert. Rezensionen sind hier die ergiebigste Quelle: Klagen über dünne Bleche, nachzuschneidende Gewinde oder weiche Schraubenköpfe wiederholen sich bei den schwächeren Geräten. Ein Gerät im Vergleich weist eine Ersatzteilverfügbarkeit von zehn Jahren aus.